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Ziggy Stardust, Thin White Duke, Major Tom. Das sind nur einige der Personas, die David Robert Jones, besser bekannt als David Bowie, im Laufe seiner Karriere verkörperte. 2016 starb der Künstler mit nur 69 Jahren und hinterließ ein enormes Archiv, die Rede ist von bis zu fünf Millionen (!) Dokumenten aller Art. Der Dokumentarfilmer Brett Morgen hat sich nun durch diese schiere Datenmasse gekämpft und aus einem Teil des Materials den sensationell guten „Moonage Daydream“ geformt.

Fünf Jahre hat Brett Morgen im Schneideraum verbracht, um am Ende einen Film vorzulegen, der sämtliche Fallstricke eines biographischen Dokumentarfilms umschifft, dem es trotz seiner Länge von 140 Minuten gelingt, nie durchzuhängen, der im Gegenteil zum Ende sogar noch einmal an Wucht zulegt. Das ist auch einer gewagten Entscheidung zu verdanken: Der lose rote Faden von „Moonage Daydream“ sind nicht die banalen biographischen Daten, sondern die emotionale Entwicklung Bowies, sein Wachsen als Künstler und vor allem als Mensch, seine Wandlung von einem tatsächlich schüchternen Mann, der sich auf der Bühne auslebte, zu einem in sich ruhenden Menschen, der mit Mitte 40 durch seine Ehe mit dem Model Iman endgültig zu sich selbst fand.

Trailer: www.youtube.com/watch?v=Rbya1J5OKmM

Nach dem Film: ABTANZEN mit MICHA RÜTTEN (+10€)