„So groß wie heute war die Zeit noch nie“ sind neue Lieder, erstmals eingespielte Chansons und auch sehr alte Lieder.

Vertonungen, die immer noch berühren und die den Worten Kästners dienen. Und Texte, die in die Zeit passen, und die leider wieder oder immer noch aktuell sind. Worte, die uns angehen und bewegen. Als seien sie erst vorgestern geschrieben.

Wie wichtig es ist, Halt zu haben, im Privaten wie im Politischen, spüren wir in diesen Zeiten deutlich. Kästner war und ist Johannes Kirchberg moralischer Kompass und politischer Freund. Sein „Freunde, nur Mut, lächelt und sprecht: Die Menschen sind gut, bloß die Leute sind schlecht.“ sein Wahlspruch. Viele von Erich Kästners scharfen Beobachtungen gehören heute zum Alltagswortschatz: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ zum Beispiel. Mitunter spricht man Kästner, ohne es zu wissen. Und immer noch und immer wieder haben Kästners Werke Gültigkeit. Das ist oft erschreckend, manchmal tröstlich.

In seiner Hommage an Erich Kästner macht Johannes Kirchberg eine tiefe Verbeugung vor dem Dichter. Mit großer schauspielerischer Überzeugungskraft und Musikalität präsentiert Johannes Kirchberg in dem Programm „So groß wie heute war die Zeit noch nie“ Vielleicht ist dieser Abend ein Grund, im eigenen Bücherregal nach einem Kästner zu greifen. Es lohnt sich!

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