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Die Geschichte des saudi-arabischen Journalisten und Regimekritiker Jamal Khashoggi ging 2018 um die Welt: Als er am 2. Oktober das saudi-arabische Konsulat in Istanbul, um eine Heiratslizenz zu erhalten, betrat, verschwand er kurz darauf spurlos. Was folgte ist eine beispiellose wie schockierende Vertuschungsaktion, die auch heute immer noch fassungslos macht und auch immer noch ungesühnt ist. Jedes kleine Detail, jede neue Spur und alle – leider Indizien – zielen dabei auf genau einen Mann: Mohammed bin Salman. Für Oscar-Gewinner Bryan Fogel (der bereits in Ikarus gezeigt, hat, wie gut er finstere Machenschaften aufdecken kann) ist dies allerdings nur der Auftakt für einen Film, der gleichwohl Jamal Khashoggi als Mensch in den Vordergrund rückt, als auch jegliche politische Machspiele, die rundherum abgelaufen sind und immer noch ablaufen. Ein allumfassender Blick auf Kapitalismus, Macht, ein totalitäres Regime sowie ein Verbrechen, welches vor den Augen der Weltöffentlichkeit völlig ohne Konsequenzen blieb. Eine Spurensuche, die einen so schnell nicht wieder loslässt.

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