Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
„Dieses Kunststück ist gelungen. Ein verdichteter und sehr gegenwärtiger Film über das Bewahren von Haltung in unruhigen Zeiten.“ ARD Titel Thesen Temperamente

„Für den Film ist Sandra Hüller in der Rolle der Erika Mann ein Glücksfall. Auch diesmal verfügt sie souverän über ihre Figur. Wieder schafft es Hüller durch ihr intensives Spiel das Publikum in den Bann zu ziehen.“ 3SAT Kulturzeit

„Hüller und Zischler spielen mit großer Verletzlichkeit unter einer strengen Fassade. Die BR-Koproduktion VATERLAND gehört jetzt schon zu den Kritikerdfavoriten. Die Chancen auf eine goldene Palme sind gerade gestiegen.“ BR 24 / BR Kino Kino

„Der Film VATERLAND des polnischen Regisseurs Paweł Pawlikowski begeistert beim Filmfestival in Cannes – und wird schon als Oscarkandidat gehandelt. Es ist eine Leistung Hanns Zischlers, dass sein Thomas Mann bei aller Strenge und Selbstbezogenheit nie zur Karikatur gerät. Es ist ein zurückgenommener, aufs Wesentliche reduzierter Film, der trotzdem nachhängt. In Cannes wird er bereits als ein Oscarkandidat gehandelt.“ Der Spiegel

„Und nach nicht einmal 82 Minuten ist der beeindruckende Film zu schnell vorbei. Er dürfte bis zur Preisverleihung noch große Kreise ziehen – und eine der Palmen des Festivals ergattern.“ NDR Kultur

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